– „Der Äthiopier“ oder Die Gunst des Überlebens
nach Ferdinand von Schirach
Eine Produktion des Vereins zur sozialen Rehabilitation von Abhängigkeitskranken (VRA) e.V. Leipzig in der „naTo“
Aufführungen: 27. /28. und 29. April 2011
Darsteller: Mario Vogel, Ralf Sonntag, Frank Folgmann, Peter Wolf, Jörg Dittebrandt, Thomas Körbitz, Jens Herdegen, Reinhard Kuhnt, Matthias Bart, Roland Janitzki und Bernd Meusel
Regie / Konzept / Bühne: Carsten Ludwig
Videoaufnahme / Ton / Montage: Andrej Bavtschenkov
Assistenz: Katja A. Pohl
Org. und Foto: Norbert Schindler
„Er sah die Kassiererin an, die Pistole hielt er mit dem Lauf nach unten. Er sagte ganz leise:
Ich brauche Geld, bitte entschuldigen Sie, ich brauche es wirklich.“


Die Akteure erzählen sich die alptraumhafte – beinahe märchenhafte Geschichte – des Bankräubers Michalka während ihres gewöhnlichen Tagesablaufs in der VRA -Einrichtung / Klinik und während ihres Ausgangs in die Stadt Leipzig; sie besuchen: ein Kaufhaus / die Sparkasse / die neue JVA „Justizvollzugsanstalt“; die alte – heute abgerissene – Justizvollzugsanstalt in der Alfred-Kästner-Straße und zum Finale das Landgericht.
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Reflexionen der Darsteller
„Wie das Leben einem so mitspielen kann; vielen Menschen wird es auf irgendeiner Art auch so ergangen sein: Verzweiflung, Enttäuschung, dann Kurzschlussreaktion! Alles, was man sich mit aller Kraft aufgebaut hat, rückt in die Ferne. Plötzlich kommt ungeahnte Hilfe und man merkt, es gibt Menschen, denen man nicht egal ist. Man findet in das Leben zurück. Alles bekommt wieder einen Sinn. So ist es auch dem Michalka ergangen! „
Frank Folgmann
„Am Anfang stand die große Ungewissheit wie die spannende Geschichte in eine Inszenierung umgesetzt werden könnte. Durch die kontinuierliche Probenarbeit wurde das Bild klarer, so dass ich auf das Resultat gespannt bin. Aber etwas ist schon jetzt ein erfreuliches Resultat: mein Selbstbewusstsein ist weiter gestiegen.“
Reinhard Kuhnt
„Die Story spiegelt ein Stück meiner eigenen Lebensgeschichte wieder.“
Jens Herdegen
„Persönliche Rückschläge können jeden treffen; aber man kann immer und überall helfen und vielleicht den Sinn des Lebens erkennen, wenn jeder das „Lieben“ nicht verlernt und vor allem die Menschen, die es einem geschenkt haben. Genau deshalb spiele ich mit!“
Jörg Dittebrandt
„Es macht Spaß in dieser „Truppe“ zu spielen und wir können zeigen, dass doch noch etwas in uns steckt.“
Roland Janitzki
(Gekürzte Fassung)
Unser besonderer Dank gilt
Ferdinand von Schirach und Annette Reindl vom Piper Verlag GmbH für Ihre Unterstützung,
Karl Schreiner – Präsident Landgericht Leipzig, Rolf Jacob – Leiter der JVA „Justizvollzugsanstalt Leipzig mit Krankenhaus“, Kirstin Scheider – Freistaat Sachsen für Nutzung ehemalige JVA Alfred-Kästner-Straße, Melanie Holl (Plakat), Charlie Bethmann (Unterstützung Licht), Stephan Marchche (detunized.com) für Tonbearbeitungen, allen Mitarbeitern des VRA e.V.; Thomas Seyde und der „naTo“
VRA e.V. Leipzig: Verein zur sozialen Rehabilitation von Abhängigkeitskranken
